In der großzügig geschnittenen Anlage des Württemberger Schlosses befindet sich der Arbeitsbereich des Hohen Rates und die Zaphikel von Waldenburg Kaserne der Württemberger Armee
In diesen Räumlichkeiten Bekommen Rekruten und Soldaten ihre Uniform und Ausrüstung
Celi schmunzelte, ja das ist eine gute Idee. Ich glaube da brauchen wir den Armeeführer nicht extra mit behelligen, Tor kann alles verarbeiten an Metall, was er gebrauchen kann. Solange es uns nützlich ist. Und einen Bratspieß finde ich sehr nützlich, zumal wenn dort eine Wildsau aufgespießt wird.
Der Raum hatte sich inzwischen geleert und Celi half Gung dabei den Boden zu schrubben und die Spinnweben zu entfernen. Die Soldaten konnten abziehen nachdem sie die letzten Teile weg gebracht hatten. Die Kommandantin war zufrieden. Danke für eure Hilfe. Sollte ich irgendwann mal mein Haus abreißen müssen, weiß ich ja wo ich euch finde.
Gung nickte, Wenn ich Tor sehe werde ich ihn Fragen. Wenn Ihr ihn seht Leutnant Celestria, fragt doch bitte auch, vielleicht seht ihr ihn ja eher. Sie schaute sich im Raum um, er war kaum wieder zu erkennen. Viele Hände schaffen viel. Danke an alle. Nun wenn ihr genug Äxte habt, bekommt ihr viele Helfer zum Haus abreißen. Leutnant Celestria. Erwiderte sie leicht schmunzelnd. Übrigens der Bratspieß sollte schon groß sein. Einen Eber habe ich schon auf der Jagd erlegt. Ich hoffe ja auf mehr. Dann gibt es nach der Jagd ein großes Fest im Eimer.
Froh schaute sie sich um, nun konnten hier Stoffe gelagert werden, Litzen, Borten, eben alles was zur Uniform Herstellung gebraucht wurde.
So, dann fehlen nur noch Rekruten die die Uniformen auch bekommen.
Endlich hatte sie die Kleiderkammer gefunden, der Wirrwarr an Räumen war ihr noch ein Buch mit sieben Siegeln. Aber gut Ding will Weile haben. Sie würde sich sicher in den nächsten Tagen besser zurecht finden. Nach einem kurzen Klopfen betrat sie den Raum und blieb abwartend stehen.
Es ertönte ein kurzes Klopfen und schon ging die Türe auf. Eine ihr fremde Frau kam herein. Ohne Uniform.
Kann ich ihnen helfen? Haben sie sich verlaufen? fragte sie freundlich.
Dann fiel ihr ein, es waren ja gewählt worden. Mein Name ist Schwertknecht Gung Ui Neachtáin. Sie salutierte. Ihr seid hier, weil ihr eine Hauptmann Uniform braucht Hauptmann Essmara?
Sie salutierte ebenfalls. "Scheint könnt ihr hellsehen, in der Tat ich bin der neue Hauptmann. Um mir euren Namen zu merken, wird es wohl noch etwas Zeit bedürfen." Sie versuchte es erst gar nicht ihn auszusprechen. " Ja genau, ich brauche eine Uniform."
Gung musste lächeln. Ich denke Schwertknecht Gung reicht völlig aus. Nein, Hellsehen kann ich nicht, wäre bestimmt manchmal sehr nützlich. Bestimmt im Kampf. Aber ich kann zum einen in der KAP lesen wegen der Wahlergebnisse, zum anderen währt ihr ohne Berechtigung nicht so tief in das Schloss vorgedrungen. Naja... und vielleicht ist auch der Besuch beim Heerführer aufgefallen.
Nun musterte sie den neuen Hauptmann genau. Nun, ich habe hier eine Hauptmann Uniform. Sie holt schnell das in ihrem guten Schal eingewickelte Uniform aus dem Regal. Legt es auf den Arbeitstisch. Löste den Knoten und breitete die Uniform auf dem Tisch aus. Fast zärtlich strich sie über den Stoff. Gute Wolle von dunklen Schafen, ich hoffe Wolle juckt ihnen nicht, da müsste sonst mit Seide unterfüttert werden. Wie sie sehen ist die Wolle tief schwarz. Die Besätze sind fein gearbeitet. Wieder musterte sie den neuen Hauptmann. Wollt ihr sie probieren? Ich würde es empfehlen, dann kann ich abstecken, was geändert werden muss. Wir haben auch einen Paravent hinter dem sie probieren könnten. Schließlich sollen sie sich ja wohlfühlen in der Uniform. Jetzt stand sie vor einem Dilemma sie kannte den Stand der Dame nicht, also sprach sie ganz vorsichtig. Wenn ihr es aber selber machen wollt, oder Personal habt, die das für euch erledigen? Dann könnt ihr die Uniform auch mitnehmen. Ich bitte aber dann darum das wenn es zu groß sein sollte, Falten gelegt werden, und nichts herausgeschnitten wird. Wie es euch beliebt.. Erwartungsvoll schaute sie den neuen Hauptmann an.
Das Weib schmunzelte. "Sicher manchmal reicht es einfach auch mit Wachem Geist durch die Welt zu gehen, dann muss man auch nicht Hellsehen können." Sie schaute Gung zu, wie diese die Uniform herbeibrachte und mit geschickten Fingern aus dem Schal wickelte. Das würde sie nun tragen müssen. Jedenfalls sah sie für ihr Dafürhalten gut aus. Sie trat einen Schritt näher und befühlte ihrerseits den Stoff und prüfte die Verarbeitung. Als Schneider kannte sie sich damit bestens aus. "Ich fürchte sie muss unterfüttert werden, ich trage zwar gelegentlich Kleidung aus Wolle, aber versuche immer etwas darunter zu tragen." Mara blickte zu dem Paravent, dann wieder zu Gung. " Ich werde sie dann am besten mal anprobieren, vielleicht sind keine Änderungen von Nöten. Wenn könnten diese auch hier gemacht werden. Meine Magd kennt sich damit nicht sonderlich gut aus." Dann trat sie hinter den Paravent und entledigte sich aller nötigen Kleidungsstücke.
Sie bemerkte die fachkundige Bewegungen mit der der Stoff geprüft wurde. Es schien der Hauptmann habe Erfahrung mit Stoffen. Nun vielleicht zieht ihr die Uniform auf Links an, dann könnte ich sie gleich Stecken. Da nun Frau Hauptmann hinter dem Paravent verschwunden war, holte sie schnell einige Ballen Stoff und Stoffstücke.
Leider gab es von der Leinen Hanf Ballen nur zwei Farben zur Auswahl.
Die Seide fächerte sie einfach auf. Zu schwarz passte ja nun jede Farbe. Man musste nur schauen ob genug von der Seide da war.
Kreide und Nadeln wurden bereit gelegt. So wartete sie auf ein Signal des Hauptmann´s. Möchtet Ihr vielleicht eine Tasse Kräutertee?
Sie griff nach der Uniform und drehte sie auf Links, ehe sie sie überstreifte. Dann trat sie wieder hinter dem Paravent hervor, damit Gung die nötigen Änderungen vornehmen konnte. " Tee, ja wieso nicht, ich nehme gern eine Tasse".
Gung eilte kurz nach hinten, füllte die Kräutersäckchen in die Tassen und füllte mit dem Heißen Wasser die Tassen auf. Die Tassen stellte sie danach auf ein Tablett, ein Töpfchen mit Honig dazu, ihren einzigen Löffel und die letzten Kekse kamen auf einen kleinen Teller. So eilte sie wieder zurück.
Nun Hauptmann Esmarra, es gibt einen Tee, gemischt aus Pfefferminz, Salbei und Himbeerblättern. Ich hoffe er wird euch schmecken. So dann stellte sie die Bechertassen, den Honig und die Kekse auf eine Ecke des Tisches.
Sie betrachtete den Hauptmann. Sagt mir dann nach eurem Gefühl einmal, wo es vielleicht zwickt, oder zu groß ist. Die Jacke werdet ihr nun einige Zeit tragen sie sollte bequem sein. Vielleicht schaut ihr auch über die Futterstoffe, welches Material, oder welche Farbe euch gefällt. Eher dezent,.... oder etwas verwegen? Dankt daran man sieht das Futter nicht und sollte es natürlich auch nicht sehen. Bewegt eure Arme, salutiert vielleicht.