In der großzügig geschnittenen Anlage des Württemberger Schlosses befindet sich der Arbeitsbereich des Hohen Rates und die Zaphikel von Waldenburg Kaserne der Württemberger Armee
Erfahrene Soldaten nehmen hier die Bewerbungen von Interessenten entgegen und beantworten auch erste Fragen, um einen guten Start in das Militärleben zu ermöglichen.
Die Wortführerin blickte zu dem Armeeweib, lupfte eine Braue und lächelte sie honigsüß an. "Also ist es euch lieber, ihr lasst Leute, die sich hier bei der Armee bewerben wollen warten und gebt ihnen keine Antwort? Wie... nett... " Die Worte sagten alles. Von Weisungsbefugnis des Regenten hatte das Armeeweib wohl noch nichts gehört oder das der Regent der Oberbefehlshaber der Armee war oder der Hauptmann die Schnittstelle zwischen Armee und Rat. Wenn die Armee über Monate hinweg nicht auf Leute reagierte, konnte man doch wohl wenigstens mal zeigen das sie nicht vergessen waren und den Hauptmann anschreiben, das er sich darum kümmerte, das die Leute nicht im Regen stehen gelassen wurden. Das honigsüße Lächeln immer noch auf den Lippen, nickte die Freifrau den beiden militärisch knapp zu und wand sich ab.
Linnet schaut dem Weib kopfschüttelnd nach. Es gab halt Leute, die immer überall ihre Nase reinstecken mussten, auch wenn es sie nichts angeht. Leider schafften sie damit mehr Verwirrung als daß sie hülfen, und die Zuständigen wurde durch diese Einmischung auch nur brüskiert. Aber eine solche Person würde das vermutlich weder bemerken, noch würde es sie kümmern.
Jerik hat das Ganze am Rande mitbekommen, während er darauf gewartet hat, das irgendjemand auf seine Bewerbung reagiert. Er schüttelt leicht genervt, von der Wortführerin, den Kopf und packt die diversen Gesetzestexte, mit denen er sich in der Zwischenzeit vergnügt hatte beiseite und holt ein Pergament hervor um seine Meinung zu dokumentieren.
Werte Frau Rottmeister Linnet Tischelin,
ich persönlich denke dass Sicherheit ein Muss ist und diese kann und sollte nur durch eine reguläre Armee gewährleistet werden. Dieses bewog mich dazu, mich bei Ihrer Armee zu bewerben. Eine Armee sollte sich immer im Dienste der Bürger stellen. Dieses sehen sie sicher genauso. Natürlich bedarf es ein klarer Kommandostruktur und natürlich ist der Regent der politische und miltärische Verantwortliche. Diese Verantwortung erhält der Regent aufgrund seiner Wahl und repräsentiert zumindest den Volkswillen. Was durch den Volkswillen in keinster Weise legitimiert ist, ist alles was unter "Deutsches Reich" geführt wird. Hier schanzen sich irgendwelche gelangweilten Adlige gegenseitig Lehen und Ehrungen zu. Für mehr ist das Ganze nicht zu gebrauchen. Eine wirksame Zusammenarbeit zwischen den Provinzen kann auch anders sichergestellt werden. Dafür bedarf es nicht dieses unlegitmierten Wasserkopfes. Da die Reichsarmee, und die auf welche undurchsichtige Art und Weise auch immer in Amt gekommene Königin/König, jedoch durch diverse Rechte direkten Zugriff auf die Württembergische Armee erhält und im Zweifel auch über mein Wohl und Wehe zu entscheiden hat, ist nicht akzeptabel. Daher sehe ich mich gezwungen meine Bewerbung zurück zu ziehen. Ich werde das auch so im Schloss hinterlegen. Im Fall das Württemberg sich gegen äußere Agressoren verteidigen muss, stehe ich auch als Zivilist jederzeit zur Verteidigung der Heimat bereit.
Hochachtungvoll Jerik
Jerik legt den Brief zu seiner Bewerbung auf den Tisch dazu und beschließt das nächste Mal das Schloss, wenn überhaupt, auf anderer Ebene zu betreten. Vielleicht geht er auch nach Mainz, um von dieser Idiotie veschont zu bleiben.
Nun ich finde es sehr Schade. Ich wurde angenommen und wollte in der Armee meinen Dienst tun. Doch nun warte ich schon Monate und es scheint mir nicht möglich in der Armee zu dienen. Ist diese Ausbildung den so komplex? Ich meine ich bin ausgerüstet, habe eine Rüstung sowie Geld und bin gut genährt. Wenn ich der Armee diene würden bei mir erst keine Kosten anfallen. Ich brächte lediglich eine Hilfe wie die Organisation ist.
Als ein weiterer junger Mann einen Brief auf den Tisch legt, schaut Linnet verundert. Der war doch eben erst raus gegangen? Nun, in ihrem Ärger über die Wortführerin muss sie nicht bemerkt haben, wie er wieder hinein gekommen ist. Sie nimmt den Brief, überfliegt ihn und nickt ihm dann zu. "Danke ... Jerik. Wie schade, daß Ihr diese Einstellung bezüglich des Deutschen Reiches und der Krone habt, denn als Württemberger sind wir natürlich auch Untertanen der deutschen Krone. Und wenn die Provinzen nicht zusammenhielten, wäre der letzte Krieg wahrscheinlich anders verlaufen und Ihr würdet nun Französisch lernen, um weiterhin Brot kaufen zu können. Es waren nämlich nicht nur Württemberger, nein, nicht einmal nur Deutsche, die für Euer Wohl verletzt wurden oder gar gestorben sind.
Sei's drum, ich werde dem Hauptmann melden, daß Ihr als Zivilist das Land verteidigen werdet, wenn die Armee gefallen ist und der Feind vor der Haustür steht."
Zu Aegir gewandt spricht sie. "Um Eure Frage zu beantworten: ja, die Ausbildung ist umfangreich. Zudem waren die meisten von uns im Frankreichkrieg und seither in mehreren weiteren Einsätzen, um unsere Heimat zu schützen. Wie bereits gesagt: ich will versuchen, für Euch eine Einzelausbildung genehmigt zu bekommen."
Jetzt war er schon zum zweiten Mal hier. Beim ersten Versuch der Armee beizutreten hatte ihn eine merkwürdige Krankheit überkommen. Englischen Schweiß oder so ähnlich nannten sie die Ärzte. Monatelang hatte er auf seiner Strohmatte gelegen, sich gewälzt und geschrien. Und bis zum heutigen Tag hatte er keine Möglichkeit gehabt zurückzukommen und seine Bewerbung zu erneuern. Er erinnerte sich nur noch vage an die begonnene Ausbildung und an die nette Rottmeisterin. Doch was er noch genau kannte, war dieses Gefühl der Angst, hervorgerufen durch das Murmeln hinter den Holztüren. Doch etwas hatte sich geändert... Er brauchte ein wenig doch schließlich bemerkte er es: Von der Decke hingen Teppiche mit Jagdszenen und mehrere Schilde mit den Wappen Württembergs und seiner Lehnsleute. Diesmal fand er denn Weg zur Bewerberstube ohne Probleme was wohl an den Holztafeln lag die den Weg ausschilderten. Als er angekommen war, nahm er eines der teuren Pergamentblätter mit Fingerspitzengefühl auf, legte es auf das Schreibpult, holte seine Feder raus, tauchte sie in das fast leere Tintenfass und begann zu schreiben
Zitat: Name:Hermeric Geburtsdatum:schätzt sich auf 26 Wohnort:Zweifalten Beruf/ Felder:ein Getreidefeld, kein Beruf Mitgliedschaften in Verbänden, Orden, usw.:Keine Vorhandene militärische Erfahrung:Räuberkämpfe Vorstrafen:Keine Level:III
Zwischen Ausbildung und Packen kommt Linnet im Bewerberbüro vorbei. Völlig überrascht bleibt sie in der Tür stehen. "Wenn das nicht der junge Barde ist! Willkommen zurück, Hermeric, wie geht es Euch?" spricht sie zu dem jungen Mann, der in Schreibarbeiten vertieft ist.
meldete sich Viking, doch als er an einer Tafel, die ganzen nicht bearbeiteten Anfragen erblickte, schwanden seine Hoffnungen, bald aufgenommen und ausgebildet zu werden.
Name: (Del) Viking Geburtsdatum:25. Gilbhard 1463 (04. Scheiding 1410) Wohnort:Zwiefalten Beruf/ Felder:Holzfäller, Gemüsebauer Mitgliedschaften in Verbänden, Orden, usw.:keine Vorhandene militärische Erfahrung:keine in Württemberg Vorstrafen:keine Level: III
Linnet dreht sich zu dem jungen Mann, der gerade heriengekommen ist. "Guten Tag. Bewerber zur Armee sind hier richtig." Sie schielt auf die Angaben, die der junge Mann aufgeschrieben hat. "Viking, richtig? Die nächste Grundausbildung soll in ungefähr einem Monat beginnen, die letzte habt ihr gerade verpasst. Ich werde Euch eine Nachricht zukommen lassen, sobald der Termin feststeht, und Euch dann weitere Anweisungen zum Ausbildungsort geben. Habt Ihr im Moment noch Fragen, sonst gehe ich ins Hinterzimmer und prüfe Euren Leumund. Aber ich gehe davon aus, daß der so gut ist, wie Ihr angebt." Sie schaut den jungen Mann fragend an.
Etwas verwirrt und vollständig in Schreibarbeiten vertieft dreht sich Hermeric um und blickt der Frau ins Gesicht. War das nicht die... Die.... Wie hieß es gleich... Rottmeisterin. Es fällt ihm wieder ein. Doch der Name von dem Fräulein... Er war ihm entfallen. Rottmeisterin...Rottmeisterin... Linnet.... Tischelin. Ja das war der Name. Immer noch nicht ganz da verbeugt er sich und sprichtIhr seid doch Rottmeisterin Linnet Tischelin, wenn ihr nicht schon einen Rang aufgestiegen seid. Ihr... Ihr habt mir doch damals den Weg hierhergezeigt wenn ich mich nicht irre? Und diese Schilder hängen die auch mit euch zusammen? Ich... Ich habe mich viel besser zurechtgefunden[color=#FFFFFF][/color](Entsc(Entschuldigt das Durcheinander und eventuelle Rechtschreibfehler, schreibe am Handy)