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Ja doch, ein wenig ist es her, seit der Wahlkonstanzer im Sattel eines Pferdes Platz genommen hat. Den Ritt von Linz zur Ordensburg noch in den Beinen (wobei der Schmerz doch etwas weiter oben anzusiedeln ist), ist er froh, als er gemeinsam mit dem Fogel am zweiten Tag das Schloss zu Württemberg erreicht. Beim Anblick der Gemäuer erinnert er sich seiner Zeit als Mitglied des Rates in Österreich, da er monatelang im erzherzöglichen Schlosse aus und ein ging. Zweifelsohne, manche Woche mehr Zeit im Schloss als zu Hause verbringend, war ihm der Anblick von Ratssitzen ein vertrauter geworden.
Derweil ihm einige Episoden eben jener Zeit durch den Kopf geistern, meldet der Fogel die beiden bei den Wachen an. Ein wenig verzieht er das Gesicht als er denn auch sein Schwert an die beiden Wachen übergibt. Vor zwei Jahren in wochenlangem Dienst erarbeitet und seither schon zu oft in Gebraucht, fühlt er sich ein jedes Mal unwohl, fehlt das Gewicht an der rechten Hüfte. Nachdem auch die Pferde versorgt worde sind, setzt er sich mit seinem Ordensbruder in den Schatten eines Baumes bis die Wachen den Hohen Rat informiert hätten. Doch nur kurz währt die Pause, die den beiden Löwen vergönnt ist, denn bald schon näherte sich eine ernsthaft wirkende Frau, der Uniform zufolge offensichtlich eine Soldatin der württembergischen Armee. Nach der knappen Vorstellung weiß er denn nun auch die Armeeführerin der Grafschaft vor sich und nickt ihr kurz zu. Die persönliche Begrüßung seines Begleiters durch Zaphikel trägt selbigem einen Seitenblick des Konstanzers ein - kurz nachdem sich die Blicke getroffen haben, hebt der befreundete Hochritter auch schon an, die beiden samt Begehr vorzustellen.
Die einleitenden Worte werden mit einem weiteren Nicken unterstrichen, ehe er auch sich selbst vorstellt: "Werte Zaphikel von Waldenburg, wie mein Begleiter schon sagte sind wir zwecks Gesprächen über den Ordo Leoninus Germanicae hier. Ich bin Ritter Fürmi von Hollenfels, Freiherr von Dürnstein, war längere Zeit im Rat von Österreich tätig und wohne nunmehr mit meiner Frau Roxxellane seit einigen Monden in Konstanz."
Für's Erste wohl als Vorstellung ausreichend, macht er etwas weiter hinten eine weitere Dame aus, die sich der kleinen Gruppe nähert. Zugegeben, ein wenig dauert es, bis er die Züge zuordnen kann. Dafür ist das Lächeln umso breiter, als er weiß, wen er da vor sich hat. Nachdem hörbar auch die ehemalige Erzherzogin erkannt hat, wer da vor ihr steht, begrüßt er den Rotschopf: "Ja, ich glaub' man zählt's mittlerweile in Jahren, Sefira" Von unten nach oben wird die ehemalige Mentorin gemustert, mit der er so manche Nacht in Gespräche über Politik, Gesetze und Bergwerke vertieft zugebracht hat. "Ja, natürlich und nein natürlich nicht." antwortet er mit einem Grinsen, ehe er sagt: "Was unseren Aufenthalt hier betrifft, so wurde zwar schon den Wachen Bescheid gegeben, ob uns diese allerdings in die richtigen Räumlichkeiten führen werden, weiß ich nicht. Wenn es von Seiten des Rates gewünscht wird, können wir gerne auch beim Wortführer vorstellig werden, doch vermute ich, dass die eigentlichen Besprechungen in einem anderen Bereich des Schlosses stattfinden werden und wir ohnehin die Wachen von unseren guten Absichten überzeugen werden müssen."
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